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Körpersprache

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Körpersprache deuten (ein kleiner erster Ansatz)

Kongruenz - Uebereinstimmung
Keine Kongruenz = verschränkte Körperhaltung, angespannte Lippen, Stirnrunzeln, alles ist angespannt, Stimme eine Spur höher klingt als normal. Aber auch bei einem Streit kann man durch fehlende Kongruenz (= Übereinstimmung) des Gesagten und des Gezeigten erkennen, ob der Partner nicht vielleicht viel lieber Frieden schließen würde. So etwa, wenn die Körperhaltung die ganze Zeit offen, also empfänglich ist (besonders bei der Armhaltung kann man das erkennen) und wenn der Partner sich klein macht, denn das heißt nicht unbedingt, dass er sich im Unrecht fühlt, sondern auch, dass er keine Lust zum Streiten hat.

Machtsignale

Köperhaltungen: Mann sitzt gerne breitbeinig und möglichst flächendeckend da, während sich die Frau klein macht. Das sind natürlich einige der Klischees, die nicht immer und überall gelten müssen. Aber man sollte darauf achten, ob der Partner die eigene Körperhaltung einschränkt. Wann immer er beispielsweise einen Arm beschützend um sie legt, wenn sie entspannt und ausgestreckt irgendwo sitzt oder in der Runde von Freunden steht, muss das nicht ausschließlich ein Zeichen von Zuneigung sein, sondern kann auch bedeuten, dass er quasi sein “Revier markiert”. Umgekehrt geht das natürlich auch, wer kennt nicht die plötzlich an der Schulter des Freundes auftauchenden Frauen, die sich an ihn klammern, als würde er sonst davon schweben?

 

Mikrosignale

Mikrosignale kennt man nicht zuletzt durch Serien wie “Lie to me”. Besonders leichte inkongruente Bewegungen sind das A und O der Mikrosignale, der Gesichtsausdruck ist dabei am schwersten zu kontrollieren, weshalb genau dort oftmals die Wahrheit gefunden werden kann. Wenn jemand etwas bestätigt und dabei unmerklich den Kopf schüttelt oder die Augen nach unten wendet, hat er oder sie eventuell etwas zu verbergen. Wer nervös mit seinen Händen spielt – und dies normalerweise nicht tut – der ist gerade in einer stressigen Situation und auch heruntergezogene Mundwinkel bei der Beteuerung, dass “alles ok” ist oder ein unübliches Augenzwinkern, können darauf hinweisen, dass etwas nicht stimmt. Sowieso sollte man immer auf die Augen achten, denn die “Spiegel der Seele” können tatsächlich oft Aufschluss darüber geben, ob jemand traurig, wütend oder glücklich ist.

Berührungen

Gerade in einer Beziehung ist Körperkontakt ein wichtiges Signal darüber, ob alles in Ordnung ist. Das muss nicht bei jedem ständigen Kuscheln und Aufeinander hocken sein, sondern kann auch aus kleinen Gesten bestehen: das bestätigende Berühren der Schultern, ein sanfter Händedruck oder anderes. Wenn eigentlich ganz normale Berührungen vom Partner vermieden werden, sollte man zumindest aufmerksam sein, ob es Gründe dafür gibt. Auch eine weggezogene Hand hat schon eine Aussage, sollte aber immer im Kontext betrachtet werden.

 

Gesamteindruck

Der große Fehler, den viele machen, wenn sie Körpersprache deuten, ist die Überanalyse. Da wird jemandem Feindseligkeit oder sogar eine Lüge unterstellt, nur weil er mit verschränkten Armen da sitzt oder beim Erzählen nach oben links geguckt hat (Statistiken haben bewiesen, dass die meisten nach unten rechts gucken, wenn sie sich erinnern, nach oben links, wenn sie sich etwas ausdenken). Körpersprache ist bei jedem individuell, weshalb Serien wie “Lie to me” arg konstruiert sind. Bedenken Sie immer die Umstände, jemand kann auch nervös sein, weil er gerade ein ganz anderes Problem hat, als das Gespräch mit Ihnen, verschränkte Arme oder das Spielen mit den Händen mag generell ein Tick des Partners sein, weshalb Sie ihm das nicht in einer Diskussion negativ auslegen sollten. Auch mangelnder Augenkontakt ist nicht etwas, was jeden entlarvt, denn manche Menschen fühlen sich generell nicht wohl dabei, ständig in die Augen des Gegenübers zu sehen. Achten Sie also auf Anomalien im Verhalten, also eher Gesten und Körpersignale, die neu und ungewohnt bei Ihrem Partner sind.

 

Blicksignale

  • Senkt der andere den Blick oder reagiert gar nicht auf Ihr Blickangebot, besteht von seiner Seite (zumindest im Moment) kein Interesse.
  • Ein stetig oder häufig zu Boden gesenkter Blick, hin und her flirrende, suchende Augen, zusammen- beziehungsweise hochgezogene Augenbrauen oder demonstratives Wegsehen sind Zeichen für Unsicherheit, Ignoranz oder sogar Provokation.
  • Ein schräger Blick signalisiert zumeist abschätzende Zurückhaltung und wird häufig bewusst eingesetzt.
  • Häufiges Blinzeln steht für Unsicherheit.
  • Das kurze Heben der Augenbrauen beim Anblick einer Person signalisiert Freude über einen Kontakt oder auch das Erkennen eines sympathisch empfundenen Menschen.
  • Heben sich die Brauen nicht, kann das ein Zeichen sein, dass derjenige sein Gegenüber als (noch) neutral oder unsympathisch empfindet.

Lächeln

  • Ein stereotypes Dauerlächeln wirkt künstlich, irritierend und selbstgefällig.
  • Ein übertriebenes Lächeln, das alle Zähne zeigt, das so genannte "Piranha-Lächeln", kann sowohl als Zeichen mühsamer Selbstbeherrschung gewertet werden als auch den Eindruck von Beliebigkeit und Oberflächlichkeit vermitteln. Begleitet wird es dann zumeist mit einem ebenso aufgesetzten Wortschwall: "Ach, meine Liebe, schön, dass Sie auch da sind! Aaach, da ist ja auch…"
  • Ein gequältes, kaum sichtbares Lächeln kann bemüht, ironisch, schadenfroh, überheblich oder unsicher wirken.
  • Wird nur ein Mundwinkel angehoben, signalisiert die Mimik Zynismus oder Arroganz und ein Überlegenheitsgefühl.
  • Der überwiegend geöffnete Mund gilt als ausgesprochen unhöflich und bezeugt einen ausgeprägten Mangel an Selbstkontrolle. Er signalisiert auch unverhohlene Neugier.
  • Ständig zusammengepresste Lippen in Kombination mit nach unten gezogenen Mundwinkeln suggerieren Unzufriedenheit bis hin zur Verbitterung oder den Wunsch nach Distanz.
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    Hände

    Finger an die Nase legen Ein Zeichen der Konzentration oder für Bedenken
    Getrommel mit den Fingern Bedeutet Ungeduld oder Nervosität, möglich ist auch Provokation
    Gefaltete Hände Zeigen deutliche Überlegenheit
    Hand vor den Mund halten Gesagtes soll zurückgenommen werden, Unsicherheit in der Sache
    Händereiben Suggeriert Selbstzufriedenheit, wirkt nicht immer sympathisch
    Hände über den Kopf legen Bei Zurücklehnen zeigt die Geste grenzenlose Souveränität
    Herumspielen mit Fingern Lässt auf Desinteresse, Unkonzentriertheit oder Nervosität schließen
    Kopf auf die Hände stützen Steht für Nachdenklichkeit, Erschöpfung oder Langeweile
    Kratzen am Kopf Ein Zeichen von Ratlosigkeit oder Unsicherheit
    Reiben des Kinns Steht für Nachdenklichkeit und Zufriedenheit
    Verschränkte Arme Bei Männern: Ablehnung und Verschlossenheit; Bei Frauen: Unsicherheit oder Ängstlichkeit
    Zum Spitzdach geformte Hände Signalisieren Überheblichkeit, gleichzeitig Abwehr gegen Einwände

     

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